Masterarbeit „Tribraide”: Kai Altwicker entwickelt fusionsbasiertes Verfahren zur Erkennung KI-generierter Bilder
Masterarbeit „Tribraide”: Kai Altwicker entwickelt fusionsbasiertes Verfahren zur Erkennung KI-generierter Bilder

29. April 2026
Mit „Tribraide” hat Kai Altwicker im Rahmen seiner Masterarbeit am Institut für Medien- und Phototechnik der TH Köln ein System zur Erkennung KI-generierter Bilder entwickelt, das über klassische Einzelmodelle hinausgeht. Die Arbeit kombiniert Ortsraum-, Frequenz- und Rekonstruktionsanalysen und nutzt die Komplementarität dieser Merkmalsräume zur Detektion synthetischer Inhalte. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Jan Salmen und Prof. Dr. Gregor Fischer.
Ansatz
Statt sich auf einen einzelnen Detektor zu verlassen, fusioniert Tribraide drei komplementäre Sichten auf das Bild: eine Analyse im Ortsraum, eine im Frequenzspektrum und eine über Rekonstruktionsfehler. Jede dieser Sichten reagiert auf andere Spuren generativer Verfahren — strukturelle Auffälligkeiten, charakteristische Frequenzmuster und Inkonsistenzen bei der Rückprojektion. Die Zusammenführung der Merkmalsräume ermöglicht eine Klassifikation, die einzelne Modelle in Robustheit und Trefferquote übertrifft.

Robustheit unter realistischen Bildveränderungen
Ein zentraler Befund der Arbeit betrifft die Stabilität des Verfahrens unter typischen Bildverarbeitungsschritten wie Kompression und Rauschen. Während viele Detektoren bereits bei moderater JPEG-Kompression deutlich an Trennschärfe verlieren, bleibt Tribraide durch die Fusion der drei Merkmalsräume zuverlässig — ein Eigenschaftsprofil, das für den praktischen Einsatz in Medienforensik und Bildauthentifizierung entscheidend ist.

Weiterführung an der TH Köln
Kai Altwicker bleibt der TH Köln erhalten und ist nun als Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Pascal Cerfontaine (AI4Science) tätig. Ein ausführlicher Artikel zur Masterarbeit ist über diesen Link verfügbar.